Bluesun AG

Webtext 2.0 – So geht's

Abenteuer Wellenritt

Webtext 2.0 von Romeo Rüsch

Wenn Sie fürs Web schreiben, dann möchten Sie ein Publikum aufbauen, das Ihre Webtexte liest.

Aber ich warne Sie. Online-Surferinnen und Online-Surfer sind verwöhnt, ungeduldig und schnell wieder weg.

Hier erfahren Sie, was Sie als Web-Redaktorin oder als Web-Redaktor über Ihre Online-Surferinnen und Online-Surfer wissen sollten.

Webtext Online-Text Surfer Welle Sonnenuntergang von Kanenori

Webtext Kompass

Für Menschen oder Suchmaschinen

Die Systeme von Google & Co. erkennen Synonyme und werten Texte nach Sinn und Zusammenhang aus.

Mein Tipp: schreiben Sie in erster Linie informative, konkrete und verständliche Texte für Menschen. Wenn Sie mit Ihrem Text zufrieden sind, optimieren Sie ihn für die Suchmaschinen.


Mit wem spreche ich?

Das Fundament für Ihren Webtext ist die Bestimmung Ihrer Zielgruppe.

Stellen Sie sich dafür mehrere natürliche Personen vor und beantworten Sie Fragen wie:

  • wen möchte ich ansprechen?
  • was erwartet die Person von meinem Angebot?
  • wie sieht die Person aus?
  • wie alt ist die Person?
  • was hat die Person für eine Ausbildung?
  • was hat die Person für einen Beruf?
  • was interessiert die Person?
  • was für ein Gerät benützt die Person?
  • wie spricht die Person?

Personas

Sie repräsentieren die typischen Vertreter Ihrer Zielgruppe. Suchen Sie Porträts von vier bis sechs Personen aus, die zu Ihrer Zielgruppe passen. Dadurch bekommt jede Persona ein Gesicht.

Ergänzen Sie jedes Bild mit einem fiktiven Vor- und Nachnamen und mit Merkmalen wie Tätigkeit, Familienstand, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsgrad, Wünsche, Ziele, Interessen, Erwartungen und so weiter.

Ihre externe Suchanfrage zum Thema Personas:


Spezialisieren Sie sich

Sie können eine achtzehnjährige Studierende und einen sechzigjährigen Geschäftsführer nicht mit dem gleichen Webtext abholen.

Und Sie können eine vierköpfige Familie, die in einer kleinen Wohnung lebt und ein Unternehmer, der in einer grossen Villa residiert, niemals mit dem gleichen Dienstleistungsangebot erreichen.

Jede Person kann Ihr Angebot im Web nutzen. Aber Sie können nicht alle mit Ihrer Webpräsenz nachhaltig ansprechen.

Grenzen Sie Ihre Zielgruppe ein und richten Sie den Fokus auf eine klar definierte Hauptzielgruppe.


Umfangreiche Angebote

Bei umfassenden Angeboten wird das Angebot in mehrere Zielgruppen aufgeteilt.

Eine Bank spricht verschiedene Menschen an. Die Bank strukturiert ihre Dienstleistungen deshalb wie folgt:

  • Privatkunden
    • Konten
    • Hypotheken
    • Vorsorge
      und so weiter
  • Geschäftskunden
    • Konten
    • Finanzierung
    • Internationale Geschäfte
      und so weiter

Ein Web-Shop für Bekleidung gruppiert sein Angebot beispielsweise so:

  • Damen
    • Looks
    • Bekleidung
    • Schuhe
    • Sport
      und so weiter
  • Herren
  • Kinder
    und so weiter

Wer bin ich?

Erstellen Sie dafür eine kurze Liste, die wie folgt aussehen könnte:

  • was repräsentiert mein Unternehmen?
  • was bietet mein Unternehmen an?
  • sind wir jung, frech, risikofreudig, spontan?
  • sind wir traditionell, seriös, professionell, konservativ?
  • wie kommunizieren wir? Locker, distanziert, seriös, lustig?
  • was können wir besser als unsere Mitbewerber?
  • wie möchten wir wahrgenommen werden?

Die Liste «Mit wem spreche ich» und «Wer bin ich» ist Ihr Fundament.

Die Basis für Ihre Webtexte, Ihren Schreibstil, Ihre Tonalität, die Art wie Sie Ihre Kunden ansprechen und wie Sie im Web wahrgenommen werden möchten.


Fachkompetenz ermitteln

Ermitteln Sie Ihre Kernkompetenzen. Damit sind auf keinen Fall alle Fähigkeiten gemeint.

Reduzieren Sie Ihre Fähigkeiten auf das Minimum, auf Ihr Expertenwissen, auf Ihre Fachkompetenz.

Ich kann unser Expertenwissen auf vier Punkte reduzieren. Im Kern sind wir:

  • Onliner
  • Programmierer
  • Designer
  • Fotografen

Diese wenigen Punkte bilden die Quelle Ihrer Möglichkeiten. Darauf bauen Sie auf und wenn Sie Glück haben, finden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal.

Leiten Sie aus dieser Quelle Ihr Tätigkeitsfeld ab, das für Ihre Kunden einen Mehrwert darstellt und worin Sie sich von Ihren Mitbewerbern unterscheiden.


Schmackhafte Wörter

Ihre Möglichkeiten sind endlos

Das Internet bietet grossartige vielleicht sogar beispiellose Möglichkeiten. Doch vergessen Sie nicht, dass diese Möglichkeiten auch Ihren Mitbewerbern zur Verfügung stehen.

Deshalb brauchen Sie Alleinstellungsmerkmale.

Behalten Sie immer den Nutzen für Ihren Kunden im Fokus. Es ist nicht sinnvoll, Dinge hervorzuheben, die nur Sie, für wichtig halten.

Weisen Sie deutlich auf Ihre Kunden-Vorteile hin, damit der Nutzen bei Ihrem Kunden ankommt.

Was Kunden gerne wahrnehmen:

  • schnelle Lieferung, schnelle Produktion
  • sparen, günstig, vorteilhaft
  • kostenloser Versand
  • aussergewöhnlicher Service
  • professionelle Beratung
  • stressfrei, bequem oder relaxt
  • Garantien jeglicher Art
  • ökologisch, naturbelassen, nachhaltig
  • Ansprechpartner

Die richtigen Wörter

Schenken Sie Ihrem Schreibstil und Ihrer Wortwahl die nötige Aufmerksamkeit. Beides muss zu Ihrer Zielgruppe, zu Ihrem Angebot und zu Ihrem Unternehmen passen.

Wählen Sie den Schreibstil der zu Ihrem Gesamtpaket passt. Schreiben Sie emotional oder sachlich, distanziert oder vertraulich, jugendlich oder erwachsen, romantisch oder nüchtern. Wählen Sie positive Wörter mit bejahenden Assoziationen.

Notieren Sie sich für jeden Artikel eine passende Wortliste, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen.

Wählen Sie einen aktiven Schreibstil, er wirkt lebendiger, selbstbewusster. Setzen Sie auf starke Verben anstelle von Substantivierungen. Setzen Sie Adjektive sparsam ein und vermeiden Sie Floskeln.

Verwenden Sie keine Modalverben, das sind können, sollen, wollen, müssen, mögen, dürfen und keinen Konjunktiv.

Ihre externen Links zu diesem Thema:


Fachbegriffe und Fremdwörter

Passen Sie die Wortwahl Ihrem Publikum an. Verzichten Sie auf Fremdwörter und auf Fachbegriffe, die Ihrer Zielgruppe nicht geläufig sind. Ersetzen Sie die Fremdwörter und die Fachbegriffe durch allgemein verständliche Wörter.

Ihr externer Link zu diesem Thema:


Analysieren Sie Ihren Text

Analysieren Sie Ihren Text mit Online-Anwendungen. Diese Anwendungen werten Anzahl Wörter, Wörter pro Satz, unterschiedliche Wörter, Silben, Silben pro Wort, Füllwörter oder Anglizismen für Sie aus.

Der von Robert Flesch erfundene Flesch-Index ermittelt die Lesbarkeit Ihres Textes und gibt nach der Analyse einen Wert von 0–100 zurück. Anspruchslose Texte erhalten einen hohen Wert, schwierige Texte einen tiefen Wert. Gut lesbare Texte liegen bei 60–70.

Die Wiener Sachtextformel ermittelt die Lesbarkeit deutschsprachiger Texte. Bei dieser Auswertung wird ermittelt, für welche Schulstufe der Text geeignet ist. Die Skala beginnt bei der Schulstufe 4 und endet bei der Schulstufe 15.

Ihre externen Links zu diesem Thema:


Wortliste anfertigen

Notieren Sie Wörter, die zu Ihnen und zu Ihren Angeboten passen. Für ein Produkt könnte Ihre Wortliste wie folgt aussehen:

  • hochwertig
  • einzigartig
  • aussergewöhnlich
  • sicher
  • geprüft
  • kontrolliert
  • zertifiziert
  • nachhaltig
  • Qualität
  • Garantie
    und so weiter

Wörter mit Wirkung für Überschriften

  • Sie und Du
  • Aktion
  • beeindruckend
  • effektiv
  • entdecken
  • Erfolg
  • Geheimnis
  • inklusiv
  • jetzt
  • leicht
  • mehr
  • neu
  • premium
  • sofort
  • sparen
  • verblüffend
    und so weiter

Mein Buchtipp: «Texten wie ein Profi» von Hans-Peter Förster

Ihre externe Suchanfrage zum Thema Wörter mit Wirkung:


Wortwelten sind lebendig

Hauchen Sie Ihrem Text mit Wortwelten Leben ein. Wortwelten machen das gelesene spürbar, fühlbar, manchmal sogar riechbar.

Viele bekannte Buchautoren sind Meister darin und ihre Leserschaft liebt sie dafür. Denn das visuelle Schreiben erzeugt Bilder im Kopf.

Noch lebendiger wird Ihr Text, wenn Sie dafür die richtigen Verben einsetzen.

Ein Beispiel: «Das Mädchen geht in die Schule» ist zu spannungsarm, weil das Verb gehen für alles Mögliche verwendet wird.

Lebhafter ist doch «Das Mädchen rennt in die Schule» oder «Das Mädchen flaniert in die Schule».

Nicht zuletzt macht das Schreiben plötzlich viel mehr Spass.

Mein Buchtipp: «Das Lexikon der Wortwelten» von Stefan Gottschling


Sie verwenden diese Wörter

Die Wortwolke visualisiert die Verwendung von Wörtern. Nutzen Sie ein Wortwolken-Tool, um oft verwendete Wörter in Ihrem Text zu erfassen.

Ersetzen Sie zu oft verwendete Wörter mit Synonymen und vergleichbaren Begriffen und verteilen Sie diese in Ihrem Text gleichmässig.

Suchmaschinen verstehen semantische Zusammenhänge immer besser. Sie optimieren Ihren Text für unterschiedliche Suchanfragen.

Mein Tipp: Nicht übertreiben – zu viele Synonyme können verwirren.

Ihre externen Links zum Thema Wortwolken:

Ihre externen Links zur Ermittlung starker Wörter:

Mein Tipp: Finden Sie heraus, welche Synonyme Google bekannt sind. Für das Wort Webtext geben Sie im Suchfeld webtext+definition ein. Google listet in einer Textbox die ihr bekannten Synonyme für Webtext.


Top-Lage

Sie besitzen die «Fifth Ave»

Haben Sie gewusst, dass Sie Ihre Startseite mit einem Schaufenster an der «Fifth Avenue», der «Avenue des Champs-Elysées» oder der «Bahnhofstrasse» in Zürich vergleichen können.

Die Startseite verkörpert die Top-Lage Ihrer gesamten Webpräsenz.

Verschwenden Sie Ihre Top-Lage nicht mit «Herzlich Willkommen auf unserer Homepage» und verzichten Sie auf Lobeshymnen – beides holt heute kein Mensch mehr ab.

Präsentieren Sie besser die Angebote, die Ihre Besucherinnen und Besucher interessieren könnten.

Arrangieren Sie Bilder und Texte mit viel Liebe zum Detail und bleiben Sie kurz und knapp. Animieren Sie Ihr Publikum dazu, die passende Informationsseite aufzurufen.

Dank der zuvor ermittelten Kernkompetenzen fällt es Ihnen leicht, die wichtigsten Angebote oder Produktegruppen auf der Startseite zu platzieren.


Schnelles und sicheres Navigieren

Platzieren Sie in der Hauptnavigation Ihre Kernkompetenzen oder Ihre wichtigsten Produktgruppen. Auch ein «Über uns» darf in der Hauptnavigation erscheinen.

Die Besucherinnen und Besucher sollen die Hauptnavigation schnell erkennen können. Platzieren Sie dafür fünf bis sieben Navigationspunkte und halten Sie die Navigationstexte kurz wie zum Beispiel «Über uns», «Service» oder «Dienstleistung».

Die Verfeinerung Ihrer Angebote wird in den Unterebenen der Hauptnavigation abgebildet. Damit Ihre Inhalte sicher gefunden werden, ist eine erstklassig strukturierte Navigation von grossem Nutzen.

Viele Content-Management-Systeme bieten eine zusätzliche Navigation im Fussbereich. Im Fussbereich werden die Navigationspunkte Impressum, Datenschutz und Presse erwartet.


Klären Sie Ihr Publikum auf

Ihre Besucherinnen und Besucher kennen Sie nicht. Sie möchten Vertrauen aufbauen können und deshalb mehr über Sie erfahren.

Geben Sie Auskunft darüber wer Sie sind und wie sich die Besucherinnen und Besucher an Sie wenden können.

Dafür eignet sich die Seite «Über uns» besonders gut. Informieren Sie auf der Seite «Über uns» kurz und bündig wer Sie sind und was Sie tun, damit sich Ihr Publikum ein Bild von Ihnen machen können.

Die Seite mit Ihrer «Firmengeschichte» geht mehr in die Tiefe. Diese Seite wird von Besucherinnen und Besuchern gelesen, die mehr über Sie erfahren möchten und erscheint in der Navigation weniger prominent als die Seite «Über uns».

Für die Besucherinnen und Besucher gehört Ihre Kontaktseite ebenso zur Vertrauensbildung. Nebst ein paar freundlichen Worten, die es Ihrem Publikum leicht macht mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, gehören auf Ihre Kontaktseite beispielsweise:

  • Kontaktadresse
  • Ansprechpartner
  • E-Mail
  • Telefonnummer
  • Kontaktformular
  • Google-Maps-Karte
  • Anfahrtsbeschreibung
  • GPS-Daten
  • Öffnungszeiten
  • Social-Media-Kanäle

Mein Tipp: bei dem Kontaktformular ist weniger mehr. Fragen Sie Ihre potentiellen Kunden nicht aus.


Holen Sie Ihre Gäste ab

Starten Sie mit einer wirkungsvollen Überschrift, einer Headline. Die Headline ist ihr Lasso, fangen Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Gäste damit ein.

Sie haben die Aufmerksamkeit. Nun entscheidet der Teaser, ob die Gäste bleiben oder flüchten.

Halten Sie den Teaser kurz und verdichten Sie die Essenz, die Highlights Ihres Textes darin. Ein Cliffhanger zum Schluss kann Wunder wirken.

Ihr Gast fragt sich:

  • Lohnt es sich für mich, hier zu bleiben?
  • Werde ich hier finden, was ich wissen will?

Beantworten Ihre Gäste die Fragen mit «ja», bleiben sie vorerst noch.

Und bevor Sie mit Ihrem Text alles beantwortet haben, weisen Sie auf weitere verlockende Inhalte hin, die neues Interesse bei Ihren Gästen weckt.

Webtexte formatieren

Kennen Sie die aktuellen Trends?
Das Wichtigste erfahren Sie im Kapitel «Mit den Augen der Surfer» – etwas weiter unten.


Immer glaubwürdig

Verfassen Sie transparente, verbindliche und nachvollziehbare Webtexte. Setzen Sie Superlative sehr sparsam ein. Übertreibungen schaden oft mehr als sie nutzen.

Argumente ohne Beweise sind Behauptungen. Im Internet sind die Besucherinnen und Besucher kritisch. Die meisten Besucherinnen und Besucher hinterfragen was Sie lesen. Bleiben Sie deshalb sachlich und belegen Sie Argumente mit Fakten.

Die Glaubwürdigkeit ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Ganz besonders im Internet.


Mit den Augen der Surfer

Moderner Look

Schnörkellos liegt im Trend. Das responsive Webdesign erlaubt super-flexible Layouts. Nutzen Sie die Möglichkeiten aus. Ein moderner Schrifttyp wirkt Wunder.

Entwickeln Sie ein Layout das leserfreundlich ist. Der moderne Look ist luftig, agil und frisch.


Webtexte formatieren

Ihre Webtexte werden auf unterschiedlichsten Geräten gelesen. Aus diesem Grund formatieren Sie Webtexte anders, als Texte, die in gedruckter Form gelesen werden.


Coole Schrifttypen

Damit Sie Ihren Text formatieren können, benötigen Sie als Erstes eine oder mehrere Schriften, die zu Ihrem Projekt passen.

Schrifttypen wie Georgia, Arial und Verdana sind angezählt. Die Schrift ist ein Gestaltungs- und Designelement. Sie beeinflusst den Look der gesamten Webseite.

Es gibt ein riesiges Angebot an Schriften und zahlreiche sind als «Free Fonts» erhältlich. Bei Google finden Sie eine Bibliothek mit über 800 Schriften.

Ihr externer Link zu Google Fonts:


Font-Pairings

Schrifttypen zu kombinieren ist angesagt. Schrifttyp A für Überschriften und Headlines. Schrifttyp B für den restlichen Text. Testen Sie und finden Sie Ihren Style.

Ihr externer Link zum Thema Font-Pairing:


Schriftgrösse, Zeilenabstand und Zeilenlänge

Die Schriftgrösse, der Zeilenabstand und die Zeilenlänge sind für den Lesekomfort bedeutend.

Die Schriftgrösse bei Webtexten ist in den letzten Jahren gewachsen. Vor wenigen Jahren wurde bei Fliesstext eine Schriftgrösse von 12–14 Pixeln gemessen. Heute liegt dieser Wert beim Fliesstext bei 16–20 Pixeln.

Erhöhen Sie den Zeilenabstand auf Basis der Schriftgrösse um 40–50 %.

Eine Zeilenlänge von acht bis zwölf Wörtern wird als angenehm empfunden.


Satzlänge, Abschnitte

Teilen Sie zu lange Sätze. Unterteilen Sie zu lange Textblöcke. Verzichten Sie auf den Blocksatz, setzen Sie auf den Flattersatz.

Der Lesekomfort und das Einprägen der Informationen profitieren.


Informationen scannen

Ein Buch wird sequentiell, Wort für Wort und Seite für Seite gelesen.

Ein Magazin wird selektiv gelesen. Seiten werden überflogen. Extrahiert wird nur was anspringt.

Webtexte werden gescannt. Unsere Augen fahren im Slalom-Stil über den Bildschirm.

Scannen – scrollen – scannen – scrollen – scannen – extrahieren.

Optimieren Sie Ihre Webtexte, damit aus scannen lesen wird.


Überschrift, Headline

Wählen Sie bei der Überschrift, der Headline oder der Schlagzeile eine Schriftgrösse, die sich deutlich vom Fliesstext abhebt.

Sie können eine andere Farbe verwenden. Halten Sie die Überschrift kurz. Sechs Wörter ist ein guter Wert. Dadurch kann die Überschrift besser wahrgenommen werden.

Versuchen Sie Ihr Publikum mit der Überschrift abzuholen.


Teaser

Starten Sie nach der Überschrift mit einer Zusammenfassung, einer Einleitung, die Ihr Publikum über den Inhalt informiert. Der Teaser heisst im Jargon Anriss.

Halten Sie den Teaser kurz, 30–60 Wörter sind genug.

Sie können den Teaser mit einer anderen Formatierung hervorheben.


Fliesstext

Lockern Sie Ihren Fliesstext mit Unterüberschriften und kurzen Absätzen auf. Unterteilen Sie zu lange Sinnabschnitt.

Absätze mit 20–40 Wörtern ist ein guter Wert.


Unterüberschriften

Verwenden Sie Unterüberschriften und Zwischenheadlines um das Scannen und Scrollen der Besucherinnen und Besucher zu unterstützen.

Unterüberschriften sind kurz, prägnant und animieren zum Weiterlesen.


Perfekte Textlänge

Sie haben etwas Packendes zu berichten, dann erzählen Sie ruhig.

Viele erfolgreiche Webtexte zählen oft um die 2000 Wörter.

Verteilen Sie Ihren Text nicht auf mehrere Seiten. Internet-Nutzer lieben das Scrollen.

Strukturieren Sie längere Texte und bieten Sie eine Zusammenfassung an. Die Leser erkennen auf einen Blick, ob sich das Lesen für sie lohnt.

Richtwerte für die Textlängen:

  • Meldung: 10–30 Wörter
  • Nachricht: 50–100 Wörter
  • Produktbeschreibungen: 100–150 Wörter
  • Bericht: 250–500 Wörter
  • Erfahrungsbericht, Testimonial: 250–500 Wörter
  • Über uns: 300–600 Wörter
  • Blogartikel: 500–1000 Wörter
  • Leistungsartikel: 500–750 Wörter
  • Recherche und Erklärung: 1000–4000 Wörter

Mein Tipp: machen Sie den Besucherinnen und Besuchern am Ende jeder Seite klar, was sie als Nächstes tun können.

Das kann eine Handlungsaufforderung, eine Call-to-Action sein oder verweisen auf themenverwandte Informationen.


Wortlänge

Setzen Sie auf kurze Wörter. Sie sind lesbarer und sie passen besser in Spalten.

Lange Wörter können Sie mit einem Synonym ersetzen oder mit einem Bindestrich lesbarer machen.


Hervorhebungen

Geben Sie den Besucherinnen und Besuchern mit Hervorhebungen halt, wenn sie Ihre Informationen auf dem Bildschirm überfliegen.

Die Hervorhebungen sind wie kleine Anker für die Augen.

Markieren Sie die Wörter, die Sie hervorheben möchten «fett».

Die beiden nächsten, identischen Abschnitte zeigen: «unsere Augen nutzen Ankerpunkte»

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Wählen Sie die Wörter so aus, dass sie alleinstehend den Sinn des Textes wiedergeben.

Mein Tipp: gehen Sie sparsam mit den Hervorhebungen um. Drei bis vier sind gut, fünf Hervorhebungen pro Textblock sind die Obergrenze.


Weiterführende Links

Links unterscheiden sich – je nach Layout – vom normalen Text.

Links sind oft unterstrichen und unterscheiden sich in ihrer Farbe. Die Besucherinnen und Besucher verbinden Links mit ergänzenden Informationen und schenken dadurch den Links mehr Beachtung.

Mein Tipp: unterstreichen Sie Ihre Links und heben Sie Links farblich vom normalen Text ab; unterstreichen Sie den normalen Text nicht.

Denken Sie daran, dass Sie bei externen Links Ihre Besucherinnen und Besucher zu früh verlieren könnten.

Die externen Links in neuen Tabs zu öffnen ist Ansichtssache.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann ergänzen Sie das a-Element – für die Sicherheit Ihres Publikums – mit dem Attribut rel="noopener".


Bullet-Points und Nummerierte-Listen

Verbessern Sie die Lesbarkeit mit Bullet-Points und Nummerierten-Listen. Die Besucherinnen und Besucher wissen, dass hier etwas Wichtiges steht. Ihre Aufmerksamkeit wird erhöht.

Die Bullet-Points verwenden Sie für eine Übersicht, für eine Aufzählung.

  • verlässlich
  • vertraulich
  • persönlich

Die Nummerierte-Liste nutzen Sie bei einer sequenziellen Aufzählung, wenn eine Handlung ein bestimmter Ablauf voraussetzt.

  1. Pflanzen
  2. Ernten
  3. Verkaufen

Binde- und Gedankenstrich

Verbessern Sie mit diesen kleinen Strichen die Lesbarkeit Ihres Webtextes.

Sie erfahren auf den folgenden Zeilen den Unterschied zwischen dem Binde- und dem Gedankenstrich.

Die grobe Daumenregel sagt: der Bindestrich verbindet Wörter und der Gedankenstrich trennt Wörter.

Der Bindestrich (-) wird wie folgt angewendet:

  • Trennen: Ba-na-ne, lus-tig, Kell-ner, Bä-cker, ra-scheln
  • Ergänzen: Kopf- und Fusszeile
  • Koppeln: Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Lesbarer durch Bindestrich: Film-Erlebnis, Web-Technik
  • Zusammensetzen von Ziffern und Buchstaben: 20-jährige Studentin, 3/4-Takt, 4-fach Der Gedankenstrich (–) wird wie folgt angewendet:
  • Gedankenstrich: Ich habe den Parcours – wer hätte das erwartet? – in Rekordzeit absolviert.
  • Strecken-Strich: Mailand–Rom
  • Bis-Strich: 2010–2020
  • Wortgruppen: Schüler – Studenten – Lehrer
  • Minuszeichen: 20 – 5 ergibt 15 / –12 °C / –20 %

Mein Tipp: setzen Sie vor den Gedankenstrich ein geschütztes Leerzeichen (no-break space), damit eine neue Zeile nicht mit einem Gedankenstrich beginnt.

Ihr externer Link zum Thema Binde- und Gedankenstrich:


Tabellen

Setzen Sie Tabellen bei speziellen Übersichten ein. Für viele Besucherinnen und Besucher sind Tabellen richtige Eyecatcher. Im Besonderen, wenn Tabellen optisch gut aussehen.

Mein Tipp: setzen Sie responsive Tabellen ein, damit Ihre Tabellen auch auf kleinen Bildschirmen gut aussehen.


Call-to-Action (CTA)

Mit einer Call-to-Action signalisieren Sie Ihren Besucherinnen und Besuchern, dass eine bestimmte Handlung möglich ist.

Sie können Ihr Publikum mit geschickten Calls-to-Action durch ganze Prozesse leiten.

Die Klickrate steigt, wenn Sie Ihre CTAs ansprechend und sympathisch gestalten.

Externe Links zum Thema Calls-to-Action:


Für die Presse

Generelles zum Pressebereich

Mit dem Online-Pressebereich verbessern Sie die Chancen in der medialen Öffentlichkeit erwähnt zu werden.

Journalisten suchen im Internet nach Informationen, die Sie für ihren Bericht verwenden können.

Was können Sie auf Ihrer Presseseite anbieten:

  • Unternehmensporträt
    • Stärken
    • Fakten
    • Gründungsjahr
    • Mitarbeiterzahlen
    • Standorte
      und so weiter
  • Pressemitteilungen
    • Produktpräsentationen
    • Fachartikel
    • Interviews
      und so weiter
  • Multimedia
    • Fotos
    • Bilder
    • Grafiken
    • Produkte
    • Logos
      und so weiter
  • Pressespiegel
    • Bereits veröffentlichte Artikel
      Erlaubnis beim Verlag einholen
  • Newsletter Anmeldung
    • Pressemitteilung
  • Pressekontakt
    • Ansprechpartner
    • Foto
    • Anschrift
    • E-Mail-Adresse
    • Telefonnummer

Informationen zur Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind zum Herunterladen als Word-Datei und als PDF-Datei bereitzustellen. Achten Sie bitte darauf, dass bei PDFs das Kopieren und Einfügen von Text gegeben ist.

Der Journalist ist für eine professionell formatierte Pressemitteilung dankbar.

Die Pressemitteilungen nach Datum sortieren, die Neuste zuoberst. Ein Vorschaubild mit Überschrift und einleitender Text sind üblich.

Weisen Sie auf das kostenlose Verwenden des Pressematerials hin. Vermerken Sie, wenn das Nennen des Urhebers oder Erstellers nötig ist.

Bieten Sie Bilder und Grafiken in einer Auflösung von 300 DPI an.


Wichtiges zum Pressebereich

Ein professioneller und gut strukturierter Pressebereich hilft den Journalisten sich schnell zurecht zu finden.

Stellen Sie Ihren Pressebereich als Navigationspunkt im Kopf- oder Fussbereich bereit.

Pflegen Sie Ihre Presseseite und bieten Sie aktuelle Informationen an.

Mein Tipp: verzichten Sie auf eine Zugriffsbeschränkung.


Zielhafen in Sicht

Webtexte korrigieren

Beim Texten schleichen sich Fehler ein. Und sie fallen am eigenen Bildschirm kaum auf.

Mein Tipp: drucken Sie Ihren Webtext für die finale Korrektur auf Papier.

Das könnte hilfreich sein:

  • Langsames lesen
  • Laut lesen
  • Ortwechsel, lesen auf dem Sofa, im Zug, in der Natur
  • Legen Sie Pausen ein
  • Microsoft Word bietet die Möglichkeit, den Text vom Programm vorlesen zu lassen

Ihre externen Links zum Thema:

Mein Tipp: lassen Sie Ihren Text von einem Profi korrigieren, dann gehen Sie auf Nummer sicher.


Kommentar

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema: «Texten für's Web»

Senden Sie mir Ihre Nachricht an folgende E-Mail Adresse romeo.ruesch@bluesun.ch

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg bei Ihrem nächsten Webtext-Projekt.

Mit besten Grüssen
Romeo Rüsch